Die Wurzeln der hoop Kirche reichen bis ins Jahr 1932 zurück – doch begonnen hat alles schon einige Jahre zuvor. 1924, mitten in den bewegten Zeiten der Weimarer Republik, machte die Zeltmission Berlin-Lichtenfelde mit Pastor Heinrich Vietheer Station in Bremen. Viele Menschen strömten zu den evangelistischen Veranstaltungen. Da es in Bremen zu diesem Zeitpunkt noch keine Kirche mit pfingstlicher Prägung gab, begannen sich erste Gruppen in Privathäusern zu treffen.
1932 wurde schließlich ein erstes Gebäude in der Daniel-von-Bürenstraße angemietet – und damit die offizielle Gründung der Christen-Gemeinde „Elim“ gefeiert.
Doch nur kurze Zeit später übernahmen die Nationalsozialisten die Macht. 1936 empfahl die Gestapo dem Reichskirchenministerium, die Elim-Bewegung wegen „Volksverwirrung“ und der „Nicht-Einhaltung der Rassengesetze“ zu verbieten. Um dem entgegenzuwirken, schloss sich die Elim-Bewegung 1938 dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) an.
Nach dem Krieg begann ein Neuanfang – klein, aber hoffnungsvoll. Durch deutschsprachige Flüchtlinge aus dem Osten und Rückkehrer wuchs die Gemeinde ab Anfang der 50er Jahre schnell. 1955 übernahm Pastor Gerhard Klemm die Leitung der Gemeinde, die sich inzwischen in „Freie Christengemeinde“ umbenannt hatte. Mit kreativen Ideen, zeitgemäßer Musik und echter Leidenschaft für junge Menschen prägte er das Bild der Kirche nachhaltig.
1981 brachte Pastor Richard Breite eine neue Bewegung ins Rollen: Er gründete die Royal Rangers-Arbeit – christliche Pfadfinder, die Abenteuer, Gemeinschaft und Glauben verbinden. Die Idee traf einen Nerv. Heute gibt es in Deutschland über 440 aktive Royal Rangers-Stämme mit mehr als 26.000 Pfadfindern.
Auch über Bremen hinaus entstanden in dieser Zeit neue Gemeinden:
1949 begannen erste Gemeindestunden in Lübeck, aus denen später die Freie Christengemeinde Lübeck Agape hervorging.
1952 wurde aus Bremen heraus eine Zweiggemeinde in Bremerhaven gegründet.
1958 entstand nach einer Zeltevangelisation eine Kleingruppe in Verden, die bald zur Freien Christengemeinde Verden wurde.
In den 1960er Jahren trafen sich in Achim einige Christen in ihren Wohnzimmern – 1970 wurde daraus die Freie Christengemeinde Achim.
Ein wichtiger Meilenstein wurde 2015 gesetzt: Der Kirchenvorstand traf die strategische Entscheidung, Kirche nicht mehr nur an einem Ort zu denken, sondern an vielen – mit einer gemeinsamen Vision, einem Leitungsteam und geteilten Ressourcen. Im Englischen nennt man das „Multi Site Church“: Eine Kirche, viele Standorte.
Diese Vision wurde 2015 Realität, als die Bremer Gemeinde mit den bestehenden Gemeinden in Verden und Bremerhaven fusionierte. 2020 kam Achim dazu, 2024 Lübeck. Heute sind wir eine Kirche mit mehreren Standorten – und dem Herzen, noch mehr Orte zu erreichen.
Dabei geht es uns nicht nur um Wachstum in der Breite, sondern auch in der Tiefe. Unser Wunsch ist es, dass jeder ein Zuhause findet – einen Ort, an dem du gekannt und gebraucht wirst. Was das konkret für dich bedeuten kann, erfährst du in Schritt 4.
